Einbruchsichere Türen – Sicherheit, die beruhigt.

Einbruchsichere Türen schützen Sie vor unangenehmen Einbruchsituationen und den damit zusammenhängenden Folgen. Treffen Sie im Bereich der Wohnungseingangstür wichtige Sicherheitsvorkehrungen, sodass Sie auch bei Abwesenheit vor Einbrechern geschützt sind. PRÜM bietet Ihnen für verschiedene Einsatzorte geprüfte Türelemente in verschiedenen Widerstandsklassen.


Was ist ein Einbruch?

Als Einbruch bezeichnet man das unerlaubte Eindringen in einen abgegrenzten Bereich bei Überwindung eines Hindernisses. Was als Hindernis gilt, wird im jeweils geltenden Recht definiert. Ein Einbruch geschieht in der Regel mit dem Ziel, in den Besitz von Gegenständen und/oder Informationen zu gelangen.

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen, ob jung oder alt, einen großen Schock. Dabei machen den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre, das verloren gegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwerwiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, häufig mehr zu schaffen, als der rein materielle Schaden.

Vor Einbruch schützen mit Sicherheitstüren

Einbruchhemmende Türen kommen dort zum Einsatz, wo das unbefugte gewaltsame Eindringen in einen zu schützenden Raum oder Bereich erschwert oder behindert werden soll. Die Kriminalstatistiken weisen Einbruchs- und Diebstahldelikte auf einem alarmierend hohen Niveau auf. Wirksame Abwehr- bzw. Verzögerungsmaßnahmen gegenüber gewaltsamen Haus- und Wohnungseinbrüchen sind äußerst wichtig. Gerade die Gelegenheitseinbrüche, bei denen Einbrecher tagsüber mit geringer Werkzeugausstattung Wohnungseinbrüche begehen, sind fast ausschließlich auf die mangelhafte Schutzwirkung der Türen zurückzuführen.

Damit Ihre Türen wirkungsvoll vor Einbrüchen schützen, raten wir zu folgenden Maßnahmen:

  • Nur geprüfte einbruchhemmende Haus- und Wohnungseingangstüren einsetzen.
  • Beim Verlassen der Wohnung immer zweifach verriegeln.
  • Wohnungsschlüssel niemals vor der Haustür verstecken, Einbrecher kennen die Verstecke.
  • Wenn ein Schlüssel verloren geht, sollte der Schließzylinder getauscht werden.
  • Schlüssel nicht von innen stecken lassen, dies gilt besonders für Türen mit Glasfüllung.
  • Türspione und Sperrbügel verwenden, ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden ist ratsam.

Anforderungen an einbruchhemmende Türen

Durch geprüfte einbruchhemmende Türen soll der Täter dazu gezwungen werden, nach einer gewissen Zeit den Einbruchversuch abzubrechen. Sicherheitstüren erreichen ihre Einbruchhemmung durch verstärkte Türblattkonstruktionen, verstärkte Beschläge (Bänder, Schlösser, Schließbleche) sowie einbruchhemmende Schutzbeschläge und Profilzylinder. Weiterhin spielt der fachgerechte Einbau des Türelements eine entscheidende Rolle. Weitere Bauteile, wie Türspione, Riegelschaltkontakte und selbstverriegelnde Schlösser, sorgen optional für zusätzliche Sicherheit.

Gesetzliche Grundlagen

Im September 2011 wurde die Vornorm DIN V ENV 1627 durch die neue Europäische Norm DIN EN 1627 ersetzt. Mit der Einführung der neuen Norm wurden die 6 Widerstandsklassen RC1 – RC6 (RC = Resistance Class) festgelegt. Die Widerstandsklassen RC1 – RC 6 basieren auf europaweiten Erfahrungen mit Einbruchversuchen, Werkzeugen und Täterprofilen und ersetzen die alten Widerstandsklassen WK1 – WK6. Auch in der DIN EN 1627 kann mit Hilfe einer Korrelationstabelle geprüft werden, welche vorhandenen Prüfzeugnisse und Prüfberichte weiterhin verwendet werden dürfen.

Prüfung der Türelemente

Bei einer vom DIN CERTCO anerkannten Prüfstelle werden die Türelemente auf Einbruchschutz geprüft. Im Prüfstand werden die speziell vom Türenhersteller entwickelten einbruchhemmenden Elemente verschiedenen statischen und dynamischen Prüfungen unterzogen. Spezielle Innenlagen, Bänder, Bandaufnahmen, Schlösser und Schließbleche sorgen dafür, dass das Türelement im verriegelten Zustand über einen definierten Zeitraum den Einbruchversuchen standhält. Hierbei kommen sowohl körperliche Gewalt als auch verschiedene Werkzeuge zum Einsatz.

Widerstandsklassen

Widerstand leisten, ohne sich in Gefahr zu bringen. Je nach Widerstandsklasse kommen verschiedene Werkzeugsätze zum Einsatz, um das Türblatt aufzubrechen. Mit jeder Widerstandsklasse erhöht sich außerdem die Widerstandszeit, also die Zeit, die dem Einbrecher zur Verfügung steht, um die Tür zu öffnen. Weiterhin ist eine vorschriftsmäßige Montage des Türelements zwingend erforderlich, um die Prüfung zu bestehen. Die geprüften Bauteile werden nach bestandener Prüfung vom Türenhersteller dauerhaft durch ein Schild gekennzeichnet.

Nach der erfolgreichen Prüfung des einbruchhemmenden Türelements bekommt der Türenhersteller das Prüfzeugnis ausgehändigt und darf die geprüfte Tür mit der Widerstandsklasse RC1 – RC6 auszeichnen.

Korrelationstabelle mit Zuordnung der Widerstandsklassen

lfd. Nr.

Widerstands­klasse des Bauteils nach DIN EN 1627:2011-08

Widerstands­klasse des Bauteils nach DIN V ENV 1627:1999-04

1 RC 1 N a)
2 RC 2 N b) WK 2 b)
3 RC 2 WK 2
4 RC 3 WK 3
5 RC 4 WK 4
6 RC 5 WK 5
7 RC 6 WK 6 c)

a) Keine Zuordnung möglich, da Prüfanforderungen erhöht wurden

b) Die Widerstandsklasse WK 2 ist grundsätzlich für die Korrelation der Widerstandsklasse RC 2 N geeignet; die Verglasung kann jedoch frei vereinbart werden

c) Zusatzprüfung mit dem Spalthammer nach DIN EN 1630:2011-08

Einsatzempfehlungen für Einbruchschutz-Türen

Zur ungefähren Orientierung, welche Widerstandsklasse für welchen Einsatzort sinnvoll ist, erhalten Sie nachfolgend eine Übersicht. Eine fachkundige Beratung (zum Beispiel durch die örtlichen Beratungsstellen der Polizei) ist dennoch unerlässlich. Die Abschätzung des Risikos sollte unter Berücksichtigung der Lage des Gebäudes (geschützt, ungeschützt), Nutzung und Sachwertinhalt auf eigene Verantwortung erfolgen. Bei hohem Risiko sollten zusätzlich geprüfte und zertifizierte Einbruchmeldeanlagen eingesetzt werden.

Kriterien für die Auswahl der Widerstands­klasse

Widerstands­klasse

Erwarteter Tätertyp, Täterverhalten

Empfohlener Einsatzort des einbruch­hemmenden Bauteils

RC 1 N Bauteile der Widerstandsklasse RC 1 N weisen einen Grundschutz gegen Aufbruchversuche mit körperlicher Gewalt wie Gegentreten, Gegenspringen, Schulterwurf, Hochschieben und Herausreißen auf (vorwiegend Vandalismus). Bauteile der Widerstandsklasse RC 1 N weisen nur einen geringen Schutz gegen den Einsatz von Hebelwerkzeugen auf. Wird nur empfohlen, wenn kein direkter Zugang möglich ist
RC 2 N Der Gelegenheitstäter versucht, zusätzlich zu körperlicher Gewalt mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile, das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen. Wohn- und Gewerbeobjekte mit niedriger Gefährdung mit durchschnittlichem Einbruchrisiko
RC 2 Der Gelegenheitstäter versucht, zusätzlich mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange und Keile, das Bauteil aufzubrechen. Wohn- und Gewerbeobjekte mit niedriger Gefährdung mit durchschnittlichem Einbruchrisiko
RC 3 Der Täter versucht zusätzlich mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuß das Bauteil aufzubrechen Wohn- und Gewerbeobjekte mit niedriger Gefährdung mit hohem Einbruchrisiko
RC 4 Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Sägewerkzeuge und Schlagwerkzeuge wie Schlagaxt, Stemmeisen, Hammer und Meißel sowie eine Akku- Bohrmaschine ein. Gewerbeobjekt mit hoher Gefährdung mit geringem Einbruchrisiko
RC 5 Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeuge wie z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer ein. Gewerbeobjekt mit hoher Gefährdung mit durch-schnittlichem Einbruchrisiko
RC 6 Der erfahrene Täter setzt zusätzlich leistungsfähige Elektrowerkzeuge, wie z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer, ein. Gewerbeobjekt mit hoher Gefährdung mit hohem Einbruchrisiko

Einsatzempfehlungen - Widerstands­klassen

Gefährdung

Ein­familien­haus

Mehr­familien­haus

Lage geschützt

Lage ungeschützt

normal RC 2 RC 2 RC 2
erhöht RC 2 RC 3 RC 2
hoch RC 3 RC 4 RC 3

Zugelassene Wände für Türen mit Einbruchschutz

Die Eignung des Einbruchschutzabschlusses nach den entsprechenden Prüfzeugnissen zur Erfüllung der Anforderungen des Einbruchschutzes ist in Verbindung mit folgenden Wänden nachgewiesen.

Zugelassene Wände Einbruchschutz – Massivwände

Widerstands­klasse des Bauteils nach DIN EN 1627

Umgebende Wände

Aus Mauer­werk nach DIN 1053-1

Aus Mauer­werk nach DIN 1053-1

Wand­dicke ohne Putz Druck­festigkeits­klasse der Steine Mörtel­gruppe Nenndicke in mm mind. Festigkeits­klasse mind.
RC2 ≥ 115 ≥ 12 ≥ MG 2/DM ≥ 100 ≥ B15
RC3 ≥ 115 ≥ 12 ≥ MG 2/DM ≥ 120 ≥ B15

Zugelassene Wände Einbruchschutz – Porenbetonwände

Wand aus Porenbeton

Widerstands­klasse

Nenndicke

Druck­festigkeit der Steine

Ausführung

RC2 ≥ 170 mm ≥ 4 verklebt
RC2 ≥ 240 mm ≥ 4 verklebt

Leichtbauwände (nur bei RC2)

Geeignete einbruchhemmende Leichtbauwände müssen den Anforderungen nach DIN EN 1627 entsprechen. Die folgenden Montagewände sind zugelassen:

RIGIPS WK (RC2)
RIGIPS WK (RC3)
Lafarge Brandwand L18
Leichtbauwände nach DIN EN 1627

Einbruchsichere Türen von PRÜM

PRÜM bietet eine Vielzahl von Einbruchschutztüren mit Prüfzeugnis an. Somit entsprechen sie den geltenden Normen und sind in den Widerstandsklassen RC2 und RC3 erhältlich. Je nach Einsatzgebiet können Einbruchschutztüren mit weiteren Funktionen und Extras ausgestattet werden (z.B. Klimaklasse 3). Alle einbruchsicheren Innentüren von PRÜM haben mindestens die Schallschutzklasse SK1. Optische Nachteile gibt es keine, weil die einbruchhemmenden Türen von PRÜM optimal mit dem Standard-Programm kombiniert werden können.

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