Drehtüren gelten als besonders flexibel einsetzbar und lassen sich komfortabel bedienen. Zudem bieten sie vielfältige Möglichkeiten bei der Gestaltung. Unter einer Drehtür versteht man eine Tür, deren Türblatt über einen senkrecht montierten Beschlag beweglich gelagert ist und sich dadurch aufschwenken lässt. Die Öffnungsrichtung wird dabei danach unterschieden, ob die Tür nach links oder nach rechts öffnet.
Drehtüren bieten vielfältige Möglichkeiten in Design und Ausführung.
Ob klassisch gefälzt oder zeitgemäß stumpf einschlagend, als standardisierte Variante oder maßgeschneiderte Lösung – Drehtüren haben sich als langlebige und zuverlässige Türlösung für unterschiedlichste Anforderungen bewährt.
Was versteht man unter Drehtüren?
Drehtüren zählen zu den meistverwendeten Türsystemen im Wohnungs- und Objektbau. Ihr Türblatt ist über seitlich montierte Bänder mit dem Rahmen verbunden und lässt sich um eine senkrechte Achse bewegen. Dadurch kann die Tür nach innen, nach außen oder – je nach Konstruktion – in beide Richtungen geöffnet werden.
Aufgrund ihres einfachen Aufbaus, ihrer zuverlässigen Funktion und der großen Gestaltungsvielfalt finden Drehtüren sowohl in privaten Wohnräumen als auch in Bürogebäuden, Industrieanlagen oder öffentlichen Einrichtungen breite Anwendung. Abhängig von der jeweiligen Ausführung kommen sie beispielsweise als Innentüren, Wohnungseingangstüren oder als spezielle Funktionstüren zum Einsatz, etwa mit Anforderungen an Schall-, Brand- oder Einbruchschutz.
Wie entstand die Normtür?
Die heute üblichen Standardtüren sind das Ergebnis einer langen Entwicklung hin zu einheitlichen Baumaßen. Bereits im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden Türgrößen zunehmend vereinheitlicht, um Planung und Fertigung effizienter zu gestalten. Mit der Einführung verbindlicher DIN-Normen wurden schließlich feste Maße für Türblätter, Zargen und Wandöffnungen festgelegt.
Diese Standardisierung erleichterte die industrielle Herstellung von Türen und sorgte für eine gleichbleibende Qualität. Gleichzeitig wurde es dadurch möglich, Türen einfacher auszutauschen oder nachzurüsten, ohne individuelle Sonderlösungen anfertigen zu müssen. Trotz dieser Normierung stehen heute zahlreiche Designvarianten, Oberflächen und technische Ausstattungen zur Verfügung.
Was bedeuten DIN links und DIN rechts?
Bei Drehtüren spielt die sogenannte Öffnungsrichtung eine wichtige Rolle. Sie wird nach DIN mit den Bezeichnungen „links“ oder „rechts“ angegeben und beschreibt die Position der Türbänder.
Betrachtet man eine Tür von der Seite, zu der sie sich öffnen lässt, gilt folgende Regel:
- Befinden sich die Bänder auf der linken Seite, spricht man von DIN links.
- Sind die Bänder rechts angebracht, handelt es sich um DIN rechts.
Diese Angabe ist entscheidend, wenn Türblatt, Zarge und Beschläge ausgewählt werden. Besonders bei Renovierungen oder beim Austausch bestehender Türen ist die richtige Bestimmung der Öffnungsrichtung wichtig, damit die neue Tür problemlos eingebaut werden kann.
Welche technischen Eigenschaften zeichnen moderne Drehtüren aus?
Heutige Drehtüren erfüllen deutlich mehr Aufgaben als lediglich Räume voneinander zu trennen. Je nach Bauart können sie zusätzliche Funktionen übernehmen, beispielsweise:
- wirksame Schall- und Wärmedämmung
- erhöhte Stabilität sowie Schutz vor Einbruch
- Brand- und Rauchschutzfunktionen
- barrierearme oder barrierefreie Nutzung durch reduzierte Bedienkräfte
Durch den Einsatz verschiedener Materialien wie Holz, Glas, Metall oder modernen Verbundstoffen lassen sich Drehtüren sowohl optisch als auch funktional optimal an die jeweiligen Anforderungen eines Gebäudes anpassen.
Stumpf einschlagende und gefälzte Drehtüren
Bei Drehtüren werden zwei grundlegende Bauarten unterschieden: Türen mit Falz und stumpf einschlagende Türen.
Gefälzte Drehtüren verfügen über eine umlaufende Falz am Türblatt. Beim Schließen greift dieser Falz in den Rahmen, wodurch das Türblatt sauber in der Zarge liegt. Diese Konstruktion ist besonders verbreitet, da sie eine zuverlässige Abdichtung, eine stabile Führung des Türblatts sowie eine vergleichsweise unkomplizierte Montage ermöglicht. Aus diesem Grund kommen gefälzte Türen vor allem im klassischen Wohnungsbau sehr häufig zum Einsatz.
Stumpf einschlagende Drehtüren hingegen schließen bündig mit dem Türrahmen ab. Im geschlossenen Zustand bilden Türblatt und Zarge eine durchgehende, plane Fläche. Dadurch entsteht ein besonders klarer und moderner Look, der häufig in anspruchsvollen oder minimalistischen Raumkonzepten eingesetzt wird. Für diese Bauweise sind jedoch eine exakte Montage und spezielle Beschläge erforderlich, dafür überzeugt sie mit einer sehr eleganten und reduzierten Optik.
STANDARD-TÜR - gefälzte Ausführung
LIFESTYLE-TÜR - stumpfe Ausführung
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